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Watch Dogs (Wii U)

Dass die Wii U vor zwei Jahren auf den Markt gekommen ist, haben die Kritiker der Spieleplattform IGN zum Anlass genommen, der Nintendo-Konsole ein zweites Mal einen ausführlichen Test zu spendieren. Fazit: „Die Wii U ist im Jahr 2014 eine stärkere und schnellere Konsole, hat aber immer noch genügend Raum zu wachsen“. Mittlerweile haben die Japaner ihre Maschine mit einer fantastischen Spielebibliothek ausgestattet. Mit Mario Kart 8, Super Smash Bros., Donkey Kong Country: Tropical Freeze, Super Mario 3D World, Pikmin 3, Bayonetta 2 und The Legend of Zelda: Wind Waker HD hat Nintendo das geliefert, was der Fan erwartet und damit deutlich an der Qualitätsschraube gedreht. Und mit Titeln, wie The Legend of Zelda Wii U, das sich möglicherweise in Richtung „Offene Welt“ entwickelt, Mario Maker und dem hoffnungsvollen Captain Toad: Treasure Tracker sind noch einige starke Titel in der Pipeline für das kommende Jahr.

Watch Dogs als letzter „ernsthafter“ Titel

Es gibt nur einen Haken: Wer außerhalb des eigenen Kosmos spielen will, geht auf der Wii U nahezu leer aus. Das System krankt immer noch daran, dass die Dritthersteller keinen Nachschub liefern. Blockbuster-Spiele bleiben fast ausschließlich der Konkurrenz von Microsoft und Sony vorbehalten und einzelne Genres, wie Sportspiele und Shooter, sind mehr oder weniger abwesend. In diesem Sinne ist in diesen Tagen mit Watch Dogs der nach Angaben von Ubisoft letzte „ernsthafte“ Titel für das Wii U-System von Nintendo erschienen. Nach Testberichten sucht der interessierte Spieler vergeblich und der Technikvergleich zeigt, dass sich der Titel optisch von seinem PlayStation 3-Pendant nicht gravierend abhebt.

Watch Dogs

Watch Dogs nutzt zwar die Vorteile der Wii U-spezifischen Hardware. Neben einer detaillierten und interaktiven Karte von Chicago auf dem Wii U GamePad wird das Spiel Off-TV Play unterstützen, sodass Spieler auch ohne Fernseher auf dem Wii U GamePad spielen können. Allerdings täuschen all diese Features nicht darüber hinweg, dass Nintendo-Spieler nach sechs Monaten Wartezeit kaum Mehrwert aus diesem Titel ziehen können. Ein Kauf lohnt daher im Grunde nur, wenn ein Spieler ausschließlich auf die Wii U zurückgreifen kann.

 

Watch Dogs

Vor zwei Jahren hat Ubisoft auf der E3 in Los Angeles das Open-World-Abenteuer Watch Dogs mit viel Tamtam vorgestellt. Eigentlich war der Release des Titels bereits für den vergangenen Herbst geplant. Die Verlängerung der Entwicklungszeit hat den Hype rund um das Spiel möglicherweise noch mehr angeheizt. Seit einer Woche ist die Software nun verfügbar. Und obwohl Ubisoft nach eigenen Angaben innerhalb der ersten 24 Stunden mehr Einheiten „durchverkauft“ hat, als mit allen vorherigen Titeln in der Firmengeschichte, bleibt es am Ende doch „nur“ ein gutes Spiel. Fakt ist, dass mit Watch Dogs die erste Großproduktion für die Hardware-Power der neuen Konsolengeneration erschienen ist. Dies hatte wohl auch zur Folge, dass die Versionen für Playstation 3 und  Xbox 360 eher stiefmütterlich behandelt wurden. Das Branchenportal Eurogamer meldet Tearingprobleme und Framerate-Einbrüche auf der Playstation, was die Kritiker der IGN dazu bewogen haben mag, von der ursprünglichen Wertung in Höhe von 8,4 knapp einen Prozentpunkt abzuziehen. In der Fachpresse wird auch darüber diskutiert, ob Ubisoft mit Watch Dogs eine wirklich neue Marke – auch „IP“ genannt – eingeführt hat. Ob die Mischung aus „Sleeping Dogs“ und „GTA“ mit einer Prise Computer-Hacking am Ende wirklich neu ist, mag jeder Spieler für sich entscheiden.

Watch Dogs

Das britische Spielemagazin Edge meint, „dass die Handlungsfreiheit mehr ist als nur Weg- und Zielfindung. Ob zu Fuß, hinter dem Lenkrad oder im Kampf – Watch Dogs erfüllt dieses Versprechen einer neuen Open-World-Erfahrung“ und erhielt hierfür eine acht (von zehn) auf der Wertungsskala. In Watch Dogs schlüpft der Spieler in die Rolle von Aiden Pearce, einem Hacker und Ex-Verbrecher, dessen kriminelle Vergangenheit zu einer gewaltsamen Familientragödie geführt hat. Der Versuch, die Gäste eines Hotels um ihr Vermögen zu erleichtern, schlug fehl. Der misslungene Raubzug ist Teil der Eröffnungssequenz. Auf der Jagd nach den Mördern seiner Nichte kann Aiden im Laufe der Handlung alles überwachen und manipulieren, was ihn umgibt und mit dem städtischen Netzwerk (ctOS) verbunden ist.