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Skylanders Supercharger

Nintendo hat ein schweres Jahr vor sich: Über die neue Konsole mit dem Projektnamen „NX“ mag der japanische Konzern erst im nächsten Jahr reden; dennoch muss bis dahin die bestehende Fanbasis bei Laune gehalten und mit neuen Spielen gefüttert werden. In dieser Hinsicht sieht es für das vermeintliche Flaggschiff WiiU allerdings sehr bitter aus. Im Grunde sind, bis zum Start des hoffentlich dann erfolgreicheren Nachfolgers, nur noch Star Fox Zero und ein neues Zelda in HD als große First-Party- Veröffentlichungen zu erwarten. Die so genannten Drittentwickler haben sich praktisch komplett von der schwächelnden Plattform verabschiedet; und das nicht erst seit gestern.

Auf der Spielemesse E3 konnte Nintendo gerade einmal ein neues Let’s Dance von Ubisoft und eine Kooperation mit Activision präsentieren. Dementsprechend wurde die Tatsache, dass die beiden Schwergewichte Donkey Kong und Bowser in einem neuen Skylanders-Spiel als Gaststars in Erscheinung treten, geradezu abgefeiert. Sie verfügen über eigene Fahrzeuge und spezielle Fähigkeiten, die auf ihre mehr als 30-jährige Geschichte in der Videospielewelt Bezug nehmen.

Skylanders Supercharger

Als zusätzlicher Bonus fungieren die Skylanders Supercharger-Charaktere „Turbo Charge Donkey Kong“ und „Hammer Slam Bowser“, in kompatiblen Nintendo- Spielen, mittels einer einfachen Drehung des Figurensockels auch als amiibo. So können die Spieler ihre Speicherdaten in beiden Modi sichern. Das Spiel soll am 25. September erscheinen.

e32015_wiiu_skylanderbb_screenshot_015Das ohnehin schwache Line-Up wurde dann auch noch dadurch getrübt, dass Nintendo entgegen der Erwartungen vieler Fans wieder kein „echtes“ Metroid angekündigt hat. Stattdessen werden die treuen Spieler jetzt mit dem 3DS-Titel Metroid Prime: Federation Force abgespeist. Dahinter verbirgt sich ein kooperativer Shooter, der bis zu vier Spieler online oder lokal verbindet, um gemeinsam Missionen im Metroid Prime-Universum zu bestehen. Über das Ergebnis waren die treuen Unterstützer allerdings so erbost, dass sie nun die Entwicklung mittels einer Petition stoppen wollen und darauf hinweisen, dass die Serie etwas Besseres verdient habe. Mehr als 20.000 Menschen haben die Online-Initiative bislang unterstützt.

Destiny

Jeder Tag ohne eine Pressemitteilung ist ein verschwendeter Tag wird sich Activision in den vergangenen zwei bis drei Wochen gedacht haben. Der Rummel rund um das First-Person-Actionspiel Destiny ist gewaltig und die vermeintlichen Superlativen sind es auch: das meistvorbestellte neue Videospiel der Geschichte und mehr als 180 Auszeichnungen und Nominierungen will der Hersteller gezählt haben. Neben eines Live-Action-Trailers von Tron-Regisseur Joseph Kosinski mit musikalischer Begleitung der Band Led Zeppelin schickte der YouTuber Alan Ismail alias „MoreConsole“ aus Großbritannien einen Wetterballon in die Atmosphäre, um eine bekannte Szene aus Destiny nachzustellen. Zudem konnte – Vorsicht: Weltpremiere – mit Destiny Planet View die Spielwelt eines Videospiels mit Hilfe von Google Technologie erstmals kartographiert werden.

Beta-Phase als Großereignis

Am Dienstag ist der MMO-Shooter nun an den Start gegangen, nachdem zuvor bereits die Beta-Phase als Großereignis abgefeiert worden war. Mehr als 4,6 Millionen Spieler hatten sich weltweit registriert und damit selbstredend die größte Beta der Konsolengeneration hingelegt. Für die Entwicklung des millionenschweren Projekts ist Hersteller Bungie einen zehnjährigen Deal mit Activision eingegangen. Bislang hatte das Studio exklusiv unter dem Dach von Microsoft die Marke Halo vorangetrieben. Zur Strategie des Konzerns gehörte auch, dass vorab keine Spiele an die Fachpresse verteilt wurden und damit am Tag eins der Veröffentlichung auch keine Wertungen zur Verfügung stehen.

Destiny

Die Aussage, dass wir (also Activision) „die Chance haben, etwas Riesiges in Gang zu bringen – nicht nur, was Videospiele angeht, sondern auch, was die Popkultur insgesamt betrifft“ passt zum Hype, der um den Titel gemacht wurde. Zusätzlich zum Spiel können die Spieler auch den Destiny-Erweiterungspass erwerben, der zwei zusätzliche Pakete enthält; also Story-Missionen, kooperative und kompetitive Mehrspieler-Arenen sowie viele neue Waffen und zusätzliche Ausrüstung. Die Hintergrundgeschichte des Spiels ist ein bekannter Genre-Mix aus verschiedenen Science-Fiction-Universen und interpretiert den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, indem der „Reisende“ gegen die „Dunkelheit“ antritt.