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Fallout Shelter

Doom, Dishonored 2, The Elder Scrolls: Legends, Fallout 4: Bethesda Softworks geht mit einem ganz starken Spiele-Paket in die nächsten 18 Monate. Vieles wird es erst im nächsten Jahr geben, auf Fallout 4 müssen Fans bis zum 11. November diesen Jahres warten und ein anderes Spiel gibt es ab sofort per Download und F2P. Mit Fallout Shelter hat sich Bethesda das erste Mal in das Mobile-Genre gewagt und gleich mal einen veritablen Hit gelandet: in 25 Ländern führte der Titel die Download-Charts aller Apps an. „Dass unser erstes Mobile-Game von so vielen gespielt wird, ist umwerfend. Offenbar schätzen die Spieler die größere Spieltiefe und dass fair mit ihnen umgegangen wird. Außerdem zeigt es uns, dass die Leute Fallout genau so sehr lieben wie wir“, so Todd Howard, Game Director bei Bethesda Game Studios.

Fallout Shelter: Bunker-Chef nach der Apokalypse

Angesichts der ungebremsten Euphorie ist es allerdings mehr als angebracht, auch ein bisschen Wasser in den PR-Wein zu gießen. Denn obwohl das Spiel sicherlich in kürzester Zeit absurd viel Geld eingespielt hat und selbst ein Clash of Clans oder Candy Crush auf die Plätze verweist, titelte eine große Wirtschaftszeitung, dass Fallout Shelter zwar den App Store von hinten aufgerollt hat, aber dennoch die seichte Einförmigkeit des Mobile-Genres an sich verkörpert. Im Klartext: Grafisch toll, zu Beginn ein durchaus süchtig machendes Aufbauspiel, das sich aber nach Erreichen eines gewissen Levels in der Wiederholung des Immergleichen verliert. Fallout Shelter bietet postnukleare Strategie und Simulation, während sich der Spieler am Management einer unterirdischen Bunkeranlage der Firma Vault-Tec versucht.

FalloutShelter_Announce_Vault_Line_jpgEs geht darum, Essen und Wasser für die Bewohner zur Verfügung zu stellen und die Räume mit einem Kraftwerk zu verbinden. Innerhalb des Spiels wird mit Kronkorken bezahlt und wenn der Bunker-Chef eine der täglichen Aufgaben erfolgreich meistert (Verbessere fünf Räume), dann erhält er zur Belohnung eine Lunch-Box mit besseren Waffen oder einer stärkeren Rüstung spendiert. Diese kann natürlich auch gegen Echtgeld erworben werden. Den perfekten Bunker aus einer Vielzahl von Räumlichkeiten zu erschaffen und die Gemeinschaft von Vault-Bewohnern in Balance zu halten, weiß Anfangs zu begeistern, später wird es allerdings öde.

Von Baphomets Fluch bis Zork: GOG

Das Branchenportal IGN hat kürzlich das „Jahr des Adventures“ ausgerufen. Für den Auftakt der Serie stiegen die Macher ganz tief in den Spiele-Keller und zogen mit King’s Quest I einen Titel hervor, der vor mehr als 30 Jahren das Licht der Welt erblickte. Damals hieß James Bond noch Roger Moore und Heimcomputer liefen unter DOS in der Version 2.0. Auch wenn der Timer einer Mikrowelle heute mehr Pixel darstellen kann, als die Programme von einst, lohnt der Blick in die Geschichte dennoch. Dass vermeintlich alte Spiele auch heute noch faszinieren können, zeigt das Portfolio des Internethändlers Good old Games, der sich auf den Vertrieb klassischer Titel und aktueller Indie-Produktionen spezialisiert hat.

Von Baphomets Fluch bis Zork: GOG

In den vergangenen fünf Jahren schaufelten sich die Freunde der zeitlosen Unterhaltung Daten in einer Größenordnung von drei Millionen Gigabyte auf ihre Festplatten; das entspricht 18 Millionen verkauften Spielen. Zwischen dem ältesten (Zork I) und dem neuesten (Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall) Angebot liegen 36 Jahre, drei Monate und zwei Tage. Während das Infocom-Adventure Zork (veröffentlicht am 2. Juni 1977) lediglich auf Texteingaben reagierte, lässt sich der fünfte Serienteil der Baphomet-Reihe (erschienen am 4. Dezember 2013) mit der Maus steuern und verwöhnt den Spieler mit einer ansehnlichen Optik.

gog

Viele Spiele, die in den 1990er Jahren auf den Markt kamen, waren sperriger, als heutige Titel und gängelten den Nutzer nicht mit epischen Tutorials. Dennoch: Als das Portal im vergangenen Jahr eine Rabattaktion mit dem kostenlosen Download von Fallout 1 & 2 und Fallout Tactics begann, brachen die Server unter dem Ansturm der Kunden zwischenzeitlich zusammen. „Dies ist ein großartiger Beweis dafür, wie wichtig die alten Titel immer noch sind. Trotz der technischen Schwierigkeiten war das ein erfolgreicher Weg, um die Klassiker mit einer neuen Generation an Spielern zu teilen“, so GOG-Mitarbeiter Piotr Szczesniak. Und auch heute seien noch viele Spieler davon überzeugt, dass die klassischen Fallout-Titel als Meilensteine des postapokalyptischen Genres gelten.