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Donkey Kong Country: Tropical Freeze

Menschen mit einer niedrigen Frustrationstoleranz sollten den folgenden Hinweis ernst nehmen: Donkey Kong Country: Tropical Freeze ist schwer! Diese einfache, wie auch plausible Aussage lässt sich im Falle des Nintendo-Plattformers allerdings noch problemlos steigern. Der Titel, abgekürzt DKCTF, ist eine in Pixel gegossene Warnung an alle Gelegenheitsspieler, die das WiiU GamePad mit seinen vielfältigen Tastenkombinationen noch nicht im Schlaf verinnerlicht haben. In den sozialen Netzwerken kursieren bereits gut gemeinte Hinweise, dass das knapp 500 Gramm schwere Eingabegerät fiese Dellen in der Wand hinterließe, wenn der Spieler zum Äußersten greifen würde.

Die Viehkinger sind los!

Von diesen Nebenwirkungen einmal abgesehen, ist Donkey Kong Country: Tropical Freeze natürlich ein sehr unterhaltsames Spiel. Der Ausflug in tropische Gefilde beginnt mit einer launigen Intro-Sequenz, in der Donkey Kong im Kreise seiner Kumpels eine Geburtstagsparty feiert. Das süße Gorilladasein könnte so schön sein, wenn nicht die Heimatinsel der Affen von den sogenannten Viehkingern überrannt würde. Sobald diese nordischen Krieger mit ihren Langschiffen gelandet sind, stoßen sie in ihr magisches Horn, um das Tropenparadies in eine eisige Festung zu verwandeln. Zu allem Überfluss fegt ein arktischer Sturm über die Insel und bläst die Kongs davon. Nun müssen sie eine Reise über sechs verschiedene Inseln antreten, um sowohl ihren Bananenvorrat, als auch ihre Heimat zurückzuerobern. Wenn selbst der Hersteller davon spricht, dass erfahrenen Jump and Run-Veteranen alles abverlangt werde, dann muss an der oben ausgesprochenen Warnung schon etwas dran sein.

Donkey Kong Country: Tropical Freeze

Wilde Ritte auf dem Nashorn Rambi gehören ebenso zu den Herausforderungen, wie anspruchsvolle Unterwasserpassagen, Bosskämpfe oder die Suche nach versteckten Gegenständen und Ausgängen. Erstmals geben dynamische Kamerafahrten den ohnehin rasanten Schüssen aus Kanonenfässern einen zusätzlichen Dreh. Wie in früheren Teilen der Reihe kann Donkey Kong einen seiner Begleiter huckepack nehmen und damit zusätzliche Fähigkeiten gewinnen. Diesmal darf er sogar zwischen drei Figuren wählen: Diddy Kong, Dixie Kong und Cranky Kong, der zum ersten Mal mit dabei ist.

 

NES Remix

Mit dem NES Remix verpasst Nintendo der jungen Generation eine unterhaltsame Lektion in Sachen Videospielgeschichte. Von Super Mario Bros über Excitebike bis Donkey Kong: Das neu geschnürte Paket besteht aus 16 verschiedenen Klassikern, die allesamt in den 1980er Jahren das Licht der Welt erblickten, und bietet dem Spieler ein Kurzprogramm an knackigen Leveln und Szenarien an. Kritiker haben den Japanern immer mal wieder vorgeworfen, in der Vergangenheit die Verwertungsmaschine einmal zu viel angeworfen zu haben. Das firmeneigene Archiv an 8-Bit-Titeln wurde in immer neuen Varianten einer Anschlussverwendung zugeführt.

Doch in diesem Fall geht das dreiste Recycling auf. Jedes Spiel ist auf seinen Kern reduziert und konfrontiert den Nutzer mit verschiedenen Herausforderungen. Hierbei geht es darum, die Mechanismen der Steuerung zu beherrschen; also hüpfen, springen oder ordentlich den Motor aufheulen zu lassen. Das Rennspiel Excitebike testet zunächst die Fertigkeiten des Fahrverhaltens, der Gegner-Attacke und belohnt einen tadellosen Sprung ohne anschließendes Hinfallen mit einem ordentlichen Zuschauerapplaus. Sind diese „Skills“ in Fleisch und Blut übergegangen, darf eine volle Runde gegen die Herausforderer bestritten werden. Im Grunde sind die pixeligen Klassiker an die modernen Sehgewohnheiten angepasst.

NES Remix

Sobald das Auge der grobschlächtigen Grafikpracht des vergangenen Jahrtausends überdrüssig geworden ist, geht es weiter zum nächsten Titel. Auch die Helden werden wild durcheinandergeworfen. So taucht im ersten Level eines Donkey Kong nicht Klempner-Held Mario, sondern der Abenteurer Link auf. Dieser kann allerdings nicht über Fässer springen und muss stattdessen Leitern benutzen, um die Herausforderung zu meistern. In diesem Fall weicht die Neuauflage vom ursprünglichen Spieldesign ab. Manche Titel sind besser gealtert, als andere. Was aber alle Klassiker verbindet, ist ihr enormer Anspruch. Wer sich an Balloon Fight versucht, wird nicht nur die träge Physik verfluchen, sondern auch den brutalen Schwierigkeitsgrad. Damals war dies allerdings normal.