Schlagwort-Archive: Baphomets Fluch

Baphomets Fluch: Der Sündenfall (I)

Ohne das Double Fine Adventure Broken Age von Kult-Designer Tim Schafer (Day of the Tentacle) hätte es den fünften Teil von Baphomets Fluch: Der Sündenfall (I) womöglich gar nicht gegeben. Die Crowdfunding-Kampagne war am Ende dermaßen erfolgreich, dass auch Charles Cecil, Gründer von Revolution Software, sein Glück auf der Kickstarter-Plattform versuchte. Das Ergebnis ist ein Point and Click Abenteuer im klassischen Gewand. Die Serien-Helden George Stobbard und Nicole Collard hatten bereits 1996 ihren ersten Auftritt in einem Computerspiel. Der bisher letzte Teil der Serie (Der Engel des Todes) erschien vor acht Jahren. „Es gilt ein Verbrechen aufzuklären und Nico ist wieder zurück in meinem Leben“, sagt der amerikanische Anwalt Stobbard am Ende der Intro-Sequenz. Wieder beginnt die Geschichte in Paris und auch diesmal bedient sich Regisseur Charles Cecil im Fundus der Indiana-Jones-Filme und den Verschwörungsfantasien eines Dan Brown.

Baphomets Fluch: Der Sündenfall (I)

Doch zunächst springt die Erzählung in die 1930er Jahre. Ein mysteriöses Gemälde namens „La Maledicció“ geht in den Wirren des spanischen Bürgerkriegs verloren und taucht in der französischen Hauptstadt der Gegenwart wieder auf. Ein vermummter Dieb stürmt in eine Galerie, reißt das Bild von der Wand, erschießt den Kunsthändler und macht sich mit einem Motorrad aus dem Staub. Indem Zeitungsreporterin Nicole Collard die Verfolgung aufnimmt und George Stobbard sich zum Zeitpunkt des Mordes am Tatort befindet, kommt die Story in Bewegung.

Baphomets Fluch: Der Sündenfall (I)

Die Steuerung des Spiels schafft den Spagat zwischen klassischer Menüführung und modernen Spielgewohnheiten. Mit einer Lupe wird der Bildschirm nach Gegenständen und Aktionspunkten abgesucht. Zwei sich drehende Zahnräder signalisieren die Möglichkeit der Interaktion. Lästige Sackgassen gehören durch zuschaltbare Tipps der Vergangenheit an. Allerdings dürften die Rätsel selbst ungeübte Spieler vor keine allzu großen Probleme stellen. Baphomets Fluch: Der Sündenfall erscheint in zwei Teilen. Während die Start-Episode ab sofort für Windows PCs und die Playstation Vita verfügbar ist, wird der abschließende Teil Ende März veröffentlicht. Zudem sind Versionen für iOS und Android geplant.

Von Baphomets Fluch bis Zork: GOG

Das Branchenportal IGN hat kürzlich das „Jahr des Adventures“ ausgerufen. Für den Auftakt der Serie stiegen die Macher ganz tief in den Spiele-Keller und zogen mit King’s Quest I einen Titel hervor, der vor mehr als 30 Jahren das Licht der Welt erblickte. Damals hieß James Bond noch Roger Moore und Heimcomputer liefen unter DOS in der Version 2.0. Auch wenn der Timer einer Mikrowelle heute mehr Pixel darstellen kann, als die Programme von einst, lohnt der Blick in die Geschichte dennoch. Dass vermeintlich alte Spiele auch heute noch faszinieren können, zeigt das Portfolio des Internethändlers Good old Games, der sich auf den Vertrieb klassischer Titel und aktueller Indie-Produktionen spezialisiert hat.

Von Baphomets Fluch bis Zork: GOG

In den vergangenen fünf Jahren schaufelten sich die Freunde der zeitlosen Unterhaltung Daten in einer Größenordnung von drei Millionen Gigabyte auf ihre Festplatten; das entspricht 18 Millionen verkauften Spielen. Zwischen dem ältesten (Zork I) und dem neuesten (Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall) Angebot liegen 36 Jahre, drei Monate und zwei Tage. Während das Infocom-Adventure Zork (veröffentlicht am 2. Juni 1977) lediglich auf Texteingaben reagierte, lässt sich der fünfte Serienteil der Baphomet-Reihe (erschienen am 4. Dezember 2013) mit der Maus steuern und verwöhnt den Spieler mit einer ansehnlichen Optik.

gog

Viele Spiele, die in den 1990er Jahren auf den Markt kamen, waren sperriger, als heutige Titel und gängelten den Nutzer nicht mit epischen Tutorials. Dennoch: Als das Portal im vergangenen Jahr eine Rabattaktion mit dem kostenlosen Download von Fallout 1 & 2 und Fallout Tactics begann, brachen die Server unter dem Ansturm der Kunden zwischenzeitlich zusammen. „Dies ist ein großartiger Beweis dafür, wie wichtig die alten Titel immer noch sind. Trotz der technischen Schwierigkeiten war das ein erfolgreicher Weg, um die Klassiker mit einer neuen Generation an Spielern zu teilen“, so GOG-Mitarbeiter Piotr Szczesniak. Und auch heute seien noch viele Spieler davon überzeugt, dass die klassischen Fallout-Titel als Meilensteine des postapokalyptischen Genres gelten.