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Assassin’s Creed IV

Seit knapp vier Wochen ist mit Assassin’s Creed IV der sechste reguläre Serienteil auf den neuen Videospielplattformen PlayStation 4, Xbox One und WiiU erhältlich. Auf der Nintendo-Konsole besticht das Spiel vor allem durch das so genannte Remote Play Feature: Das Programm ist also auch komplett über den Tablet-Controller der WiiU spielbar. Kommt stattdessen der TV-Bildschirm zum Einsatz, wird auf dem Tablet-Controller die interaktive Karte angezeigt. Auf diese Weise können beispielsweise Missionsziele in Echtzeit beobachtet oder Wegpunkte gesetzt werden. Visuell ist der neue Teil auf der WiiU absolut beeindruckend und muss sich vor den „Next-Gen“-Konsolen  in Sachen Grafikpower in keinster Weise verstecken.

Vor allem die Wasser-Animationen setzen neue Standards und konkurrieren mit GTA V um die beste Optik des Jahres. So sind es vor allem die Seeschlachten, die dem neuesten Ableger eine taktische Tiefe verleihen und für gehörig Spielspaß sorgen. Zum Hintergrund: Im 18. Jahrhundert herrschen Piraten über die Karibik. Einer von ihnen ist der junge Kapitän Edward Kenway. Dem Spieler steht von Anfang an das komplette See-Areal, mehr als 75 unterschiedliche Schauplätze von Kingston bis Nassau, zur freien Erkundung zur Verfügung.

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Das Segeln nimmt demnach einen viel größeren Stellenwert ein, als noch im dritten Teil. Das Crafting-System hat Ubisoft aus Far Cry 3 übernommen. Aus erlegten Tieren können neue Ausrüstungsgegenstände, wie ein Pistolengurt, gefertigt werden. Auch das Schiff gilt es aufzurüsten, um im Seekampf gegen große Fregatten zu bestehen. Die Verbesserungen sind entscheidend für Edwards Fortschritt im Spiel. Der Spieler  attackiert und entert gewaltige Galeonen und heuert Matrosen an, um seine Crew zu verstärken. Von den maritimen Abenteuern einmal abgesehen, sind alle bekannten Versatzstücke eines Assassin’s Creed vorhanden. Mit versteckten Klingen werden Gegner gemeuchelt oder einfach nur Gespräche belauscht. Auch die unvermeidlichen Verfolgungssequenzen sind wieder mit dabei. Zum Glück hält sich das Spiel nicht mit einem umfangreichen Tutorial auf, sondern entlässt den Protagonisten direkt in den Pulverdampf einer Seeschlacht. Assassin’s Creed IV ist das, was der Klassiker Pirates! vor 25 Jahren auf den Heimcomputern immer sein wollte.

Wer Assassin’s Creed IV nicht auf der WiiU spielt, kann trotzdem einen zusätzlichen Bildschirm aktivieren und das eigene Tablet auf diese Weise zu seinem persönlichen Hafenmeister machen. Die Companion-App ist ab sofort kostenlos für iOS und Android verfügbar. Der Vorteil: der Spieler muss den Spielfluss nicht unterbrechen, um bestimmte Menüs aufzusuchen. Zur Verfügung steht beispielsweise eine interaktive Weltkarte. Sie ist größer und umfassender als die Karte im Spiel.

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Der Spieler kann darauf seine Missionsziele im Blick behalten, die eigenen Seerouten planen, Rein- und Rauszoomen sowie Standorte mit der Fingerspitze suchen. Zudem können gekaperte Schiffe auf eine neue Mission geschickt oder Handelswege gesichert werden. Auch werden auf einer Fortschrittsanzeige alle Spieldaten des Hauptspiels gesammelt. Schatzkarten, die im Spiel gefunden wurden, können auf dem zweiten Bildschirm betrachtet werden, während man Querverweise zur Spielewelt auf dem TV erhält.

 

 

 

 

Assassin’s Creed IV

Impressionen von gamescom 2013. Stand: UBISOFT - Assassin's Creed, Halle 6.1

In den vergangenen sechs Jahren sind insgesamt acht Folgen der Assassin’s Creed-Reihe erschienen. Nachdem der Spieler vor einem Jahr den Helden Connor durch die Wirren des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs steuern musste, sind nun die Karibik und das Freibeuter-Setting an der Reihe. In Assassin’s Creed IV: Black Flag baut Ubisoft die im dritten Teil eingeführte Seeschlachten-Mechanik aus und kombiniert sie mit einer offenen Welt, die erstmals auch als solche bezeichnet werden kann.

Auf einer Seekarte hat der Spieler die Möglichkeit die Inselwelt der Karibik  auch abseits der rund 20-stündigen Hauptstory zu erkunden. Er kann dabei nach Belieben nach Schätzen tauchen, Wale und Haie erlegen, Inseln ansteuern oder aber feindliche Fregatten sturmreif schießen und entern. Als Transportmittel dient dabei ein Schiff namens „Jackdaw“. Mit Edward Kenway schlüpft der Spieler in die Rolle des Großvaters von Connor aus dem dritten Teil. Anfang des 18. Jahrhunderts verschlägt es den englischen Draufgänger in den südöstlichen Teil des amerikanischen Mittelmeers, wo er in den Konflikt zwischen den autoritären und machthungrigen Templern und ihrer Feinde, den Assassinen gerät. Während sich die bisherigen Teile größtenteils auf die Auseinandersetzung dieser beiden Gruppen beschränkte, setzt der neue Titel nun auf eine weiter gefasste Handlung, in deren Verlauf der Held der Geschichte auch auf den berüchtigten Piraten Blackbeard trifft.

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Das Kampfsystem hat sich im Vergleich zum vorangegangenen Teil kaum verändert und besteht auch weiterhin aus Angriff, Konter oder einem schnellen „Instant Kill“. Wie die anderen Abenteuer auch, so spielt sich die historische Handlung innerhalb der virtuellen Realität des Animus und auch außerhalb davon ab. Das Spiel, das für alle gängigen Konsolen erschienen ist, erhielt durchweg gute bis sehr gute Wertungen. Das Branchenportal Eurogamer schreibt zum Beispiel, dass Assassin’s Creed IV: Black Flag der perfekte Abschluss für die Reihe auf dieser Konsolengeneration sei und der ideale Anfang für die Nächste. Das Spiel ist auch im Bundle mit der Playstation 3 erhältlich.