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		<title>anders ankommen</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 19:42:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jari Wieschmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[EWE TEL]]></category>
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		<description><![CDATA[6-3-3 ist keine bislang unbekannte taktische Kombination im Fußball, sondern einfach nur meine persönliche Wahrnehmung der Zeit. Nach sechs Monaten in Flensburg hatte ich für 12 Wochen eine Auszeit, in der mich auf das Wesentliche konzentrieren konnte (was in diesem Fall bedeutete, Bewerbungen zu schreiben). Hinter dem dritten Block verbirgt sich eine äußerst erfreuliche Episode [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/Passwort1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1069" title="Passwort" src="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/Passwort1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>6-3-3 ist keine bislang unbekannte taktische Kombination im Fußball, sondern einfach nur meine persönliche Wahrnehmung der Zeit. Nach sechs Monaten in Flensburg hatte ich für 12 Wochen eine Auszeit, in der mich auf das Wesentliche konzentrieren konnte (was in diesem Fall bedeutete, Bewerbungen zu schreiben). Hinter dem dritten Block verbirgt sich eine äußerst erfreuliche Episode des Jahres 2010. Für 90 Tage war ich Teil der Unternehmenskommunikation der EWE TEL GmbH. Und &#8211; ohne an dieser Stelle in die ultimative Lobhudelei zu verfallen &#8211; kann ich sagen, dass die Kolleginnen und Kollegen (und der Chef natürlich auch) einen verdammt guten Job machen. Leider hat mich gestern mein Passwort dezent, aber doch mit aller Bestimmtheit darauf hingewiesen, dass meine Zeit abgelaufen ist: Ihr Kennwort wird in 1 Tag(en) ablaufen. Möchten Sie es jetzt ändern? Natürlich nicht (Schluchz!), lohnt leider nicht mehr.</p>
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		<title>reingezappt: tatort</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 18:14:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jari Wieschmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Tatort]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach etlichen Wochen finde ich endlich mal wieder die Zeit für eine kleine Tatort-Kritik. &#8220;Hauch des Todes&#8221; heißt die Folge, in der Kommissarin Odenthal und ihr Assistent Kopper den 50. Fall aus Ludwigshafen lösen. Bei der Wahl der besten TV-Ermittlerin ist meine Wahl knapp, aber am Ende eindeutig. Ulrike Folkerts ist nicht nur am längsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/Tatort8.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1060" title="Tatort" src="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/Tatort8-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach etlichen Wochen finde ich endlich mal wieder die Zeit für eine kleine Tatort-Kritik. &#8220;Hauch des Todes&#8221; heißt die Folge, in der Kommissarin Odenthal und ihr Assistent Kopper den 50. Fall aus Ludwigshafen lösen. Bei der Wahl der besten TV-Ermittlerin ist meine Wahl knapp, aber am Ende eindeutig. Ulrike Folkerts ist nicht nur am längsten im Geschäft, sondern verkörpert auch die vielschichtigste Figur der Reihe. Ludwigshafen mag nicht der spannendste Ort in Deutschland sein, die Geschichten sind es aber doch.</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0cm; line-height: 150%; text-align: justify } 		P.western { font-size: 11pt } 		P.cjk { font-size: 11pt } -->Ich hatte vor Jahren mal ein Bewerbungsgespräch bei einem der größten Arbeitgeber der Region. Als Fingerübung sollten wir einen Text über die Stadt schreiben. Der Chemiedunst hatte mir nöglicherweise den Geist benebelt, denn ich verstieg mich in eine philosophische Abhandlung über einen Ort, der nur in meiner Fantasie exisitierte und suchte den Geist von Ludwigshafen. Fragen über Fragen bemächtigten sich meiner Wahrnehmung. Sollte sich der Geist dieser Stadt möglicherweise in der funktionalen Fußgängerzone befinden, die sich zwischen nüchternem Beton und einer gradlinigen Straßenführung den multikulturellen Charme eines kleinen Kreuzberg bewahrt hatte. Die Menschen müssen es wissen, ich frage nach: &#8220;Ruhig leben könne man hier&#8221;. Wofür braucht es dann eine Kommissarin? (dachte ich) Den Job habe ich am Ende nicht bekommen, was mich allerdings auch nicht weiter überrascht hat.</p>
<p>Einen Mörder gilt es auch noch zu jagen: Die Leiche, die Odenthal und Kopper finden, ist wie in einem Kokon eingewickelt. Die Art des Todes weist auf einen früheren Fall hin und bald fügen sich mehrere &#8211; bisher ungeklärte Morde &#8211; zu einem Gesamtbild zusammen. Um den mutmaßlichen Serienkiller zu überführen, bietet sich die Kommissarin als Lockvogel an. Hallo &#8211; geht&#8217;s noch; eine starke Frau, auf die es der Killer abgesehen hat, ein Wurm im Ohr, ritualisierte Morde: Da hat der Drehbuchschreiber doch wirklich &#8220;Das Schweigen der Lämmer&#8221; ein paar Mal zuviel durch den Wolf gedreht. Die Folge ist zwar ganz routiniert gemacht, hat nur einen entscheidenden Schönheitsfehler; der Mörder steht nach weniger als einer halben Stunde fest. Und das dürfte eigentlich nicht sein. Außerdem geht einem die Wasserthematik nach der x-ten Wiederholdung ein bisschen auf die Nerven; aber gut, es ist die Jubiläumsfolge, da will ich mal ein Auge zu drücken.</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0cm; line-height: 150%; text-align: justify } 		P.western { font-size: 11pt } 		P.cjk { font-size: 11pt } --><span style="font-family: Courier New,monospace;"><span style="font-size: x-small;"><br />
</span></span></p>
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		<title>der wind in den weiden</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 19:06:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jari Wieschmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Oldenburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn wir mal all die unzähligen Klassiker von Bob Dylan, Cat Stevens  oder Peter, Paul &#38; Mary (&#8220;Leaving on a jetplane&#8221;) beiseite lassen (die man problemlos mit drei Griffen auf einer Klampfe intonieren kann) ist &#8220;Nehmt Abschied Brüder ungewiss&#8221; für mich das wohl beste Lagerfeuerlied aller Zeiten; knapp gefolgt von Juliane Werdings trister Ballade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/IMG_4337.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1045" title="IMG_4337" src="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/IMG_4337-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Wenn wir mal all die unzähligen Klassiker von Bob Dylan, Cat Stevens  oder Peter, Paul &amp; Mary (&#8220;Leaving on a jetplane&#8221;) beiseite lassen (die man problemlos mit drei Griffen auf einer Klampfe intonieren kann) ist &#8220;Nehmt Abschied Brüder ungewiss&#8221; für mich das wohl beste Lagerfeuerlied aller Zeiten; knapp gefolgt von Juliane Werdings trister Ballade über den Tod von Conny Kramer. Immer wenn der letzte Tag eines Zeltlagers anbrach, sich alle irgendwie aus den Schlafsäcken geschält und um die Feuerstelle gruppiert hatten, sangen wir dieses Lied:</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->ungewiß ist alle Wiederkehr,<br />
die Zukunft in Finsternis<br />
und macht das Herz uns schwer.<br />
Der Himmel wölbt sich überm Land.</p>
<p>Nur Stunden später stand man mit dem gepackten Rucksack wieder vor der eigenen Haustür, die zurückliegenden Wochen waren noch als diffuses Gefühl vorhanden und doch schon so weit weg. Nie wieder würde man der Gruppe in dieser Zusammensetzung begegnen. Diese Zwischenzeit ist irgendwie komisch, weil man den Ort, an dem man war und eigentlich noch ist, auf einmal ganz anders wahrnimmt: nicht mehr ganz da, aber auch noch nicht weg. Schon ein komisches Gefühl, das mir lange nicht mehr so begegnet ist, wie im Moment.</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Es ist in jedem Anbeginn<br />
das Ende nicht mehr weit,<br />
wir kommen her und gehen hin,<br />
und mit uns geht die Zeit.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>das wäre ihr chef gewesen!</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 18:26:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jari Wieschmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bezirksregierung Arnsberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich ist die jarispondenz ja keine Newsplattform für eingereichte Pressemitteilungen, aber in diesem Fall mache ich mal eine Ausnahme; immerhin war ich ja auch ein Teil der Behörde; für 3 Jahre und 3 Monate. Nach der Landtagswahl in NRW scheint die Farbenlehre wieder hergestellt zu sein: Arnsberg ist &#8220;rot&#8221; und die vergangenen fünf Jahre der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/192_2010-08-rp-begruessung-0100_800x533.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1040" title="192_2010-08-rp-begruessung-0100_800x533" src="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/192_2010-08-rp-begruessung-0100_800x533-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><em>Eigentlich ist die jarispondenz ja keine Newsplattform für eingereichte Pressemitteilungen, aber in diesem Fall mache ich mal eine Ausnahme; immerhin war ich ja auch ein Teil der Behörde; für 3 Jahre und 3 Monate. Nach der Landtagswahl in NRW scheint die Farbenlehre wieder hergestellt zu sein: Arnsberg ist &#8220;rot&#8221; und die vergangenen fünf Jahre der schwarz-gelben Regierung abgewickelt. Für die Kollegen heißt das wohl &#8211; &#8220;Alles auf Anfang&#8221; &#8211; und die Reise durch alle 90 Rathäuser des Bezirks beginnt auf ein Neues. </em></p>
<p><em>In den vergangenen Jahren wurde händeringend nach Lehrern gesucht, nun scheinen auf einmal zu viele da zu sein (haben die sich alle in der Vergangenheit versteckt?), die Kopfnoten sind nur noch eine Fußnote der Geschichte und die Gemeinschaftsschulen auf dem Vormarsch. Und was wurde sich echauffiert über die Dreiteilung des Landes; nun ist alles vom Tisch und der Beweis vollbracht: Es geht nichts über das deutsche Beharrungsvermögen. Doch eines ist ja auch klar: Bei einer fehlenden Stimme im Parlament kann niemand mehr auf Krawall gebürstet sein. Neue Zeiten im Arnsberger Wald. </em></p>
<p>Der &#8220;Neue&#8221; ist da &#8211; und hat die ersten Ausrufezeichen gesetzt:  Arnsbergs<br />
neuer Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann hat sich am heutigen  Mittwoch (18. August) im Großen Sitzungssaal in einer gut einstündigen Versammlung  den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bezirksregierung vorgestellt.  Seine zentrale Botschaft: &#8220;Eine Behörde braucht alle. Jeden an seinem und  jede an ihrem Platz. Das Engagement der Mitarbeiter ist das Salz in der  Suppe&#8221; und entscheide über den Erfolg und die Akzeptanz der  Bezirksregierung.</p>
<p>Bollermann nutzte seinen ersten Arbeitstag im Amt nicht  nur zur persönlichen Vorstellung &#8211; &#8220;Ich bin bekennender BVB-Fan. Aber ich bin  auch tolerant gegenüber Anhängern von Schalke 04.&#8221; &#8211; sondern auch zur ersten  inhaltlichen Positionierung: Er stehe &#8220;für den Weg der Erneuerung, den die  rot-grüne Koalition in Düsseldorf vereinbart&#8221; habe; es sei die &#8220;Herausforderung&#8221; an die Bezirksregierung, von der &#8220;klassischen  Aufsichtsbehörde zur modernen Beratungsinstanz&#8221; zu werden &#8211; ein Schritt, den  die Bezirksregierung bereits in den letzten Jahren gegangen sei. Er wolle  eine &#8220;Partnerschaft mit den Kommunen&#8221; und er sehe sich als &#8220;Anwalt der  Kommunen&#8221;, die strukturell unterfinanziert seien und deren Finanzprobleme  eben nicht nur hausgemacht seien, wie Bollermann betonte.</p>
<p>Neben der  Entwicklung eines &#8220;zukunftsorientierten Schulsystems&#8221; &#8211; dabei<br />
sprach  Bollermann insbesondere die Probleme bei der Bestellung  geeigneter<br />
Schulleiter an &#8211; möchte der 61-jährige Sozialdemokrat seine  Schwerpunkte in<br />
der Wirtschaftspolitik setzen. Die &#8220;lokale Ökonomie&#8221; brauche  nicht nur eine<br />
stärkere Vernetzung mit lokalen Bildungseinrichtungen, die  Region brauche<br />
nicht nur eine stärkere Zusammenarbeit zwischen dem  Mittelstand, dem Handwerk und den exzellenten Hochschulen, sondern er werde  sich als<br />
Regierungspräsident insbesondere für eine stärkere  &#8220;Internationalität der<br />
heimischen Wirtschaft&#8221; einsetzen. Denn es gehe bei  allen Bemühungen immer um den Menschen &#8211; und die Internationalität schaffe  neue Arbeit für Menschen.</p>
<p>Mit klaren Worten beendete Dr. Bollermann auch  jegliche Debatte über die<br />
Zukunft der Bezirksregierungen: Es bleibe bei fünf  Bezirksregierungen an<br />
ihren etablierten Standorten, dies sei eindeutige Linie  der neuen rot-grünen<br />
Landesregierung. &#8220;Die Diskussion ist damit endgültig vom  Tisch&#8221;, schlug der<br />
neue Regierungspräsident eindeutige Pflöcke ein.</p>
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		<title>in eigener sache</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 20:31:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jari Wieschmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alice in den Städten]]></category>
		<category><![CDATA[Rüdiger Vogler]]></category>
		<category><![CDATA[Wim Wenders]]></category>
		<category><![CDATA[Wuppertal]]></category>

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		<description><![CDATA[Flensburg &#8211; Kiel &#8211; Hamburg &#8211; Oldenburg &#8211; Aurich &#8211; Herne &#8211; Frankfurt &#8211; Heidelberg &#8211; Lüdenscheid &#8211; Weimar; die letzten sechs Monate waren wie ein Road Movie. Ich habe selten so viel Zeit im Zugabteil oder Auto verbracht, stundelange Staus auf der A1 oder vor dem Elbtunnel ertragen und auch die Verspätungen der Deutschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/Fahrstuhl1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1034" title="Fahrstuhl" src="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/Fahrstuhl1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Flensburg &#8211; Kiel &#8211; Hamburg &#8211; Oldenburg &#8211; Aurich &#8211; Herne &#8211; Frankfurt &#8211; Heidelberg &#8211; Lüdenscheid &#8211; Weimar; die letzten sechs Monate waren wie ein Road Movie. Ich habe selten so viel Zeit im Zugabteil oder Auto verbracht, stundelange Staus auf der A1 oder vor dem Elbtunnel ertragen und auch die Verspätungen der Deutschen Bahn mit stoischer Ruhe über mich ergehen lassen  (ich berichtete davon). Und wenn ich mir die Aneinanderreihung der Städte so ansehe, muss ich an den wahnsinnig schönen, wenn auch traurigen Film von Wim Wenders denken. In <a href="http://www.imdb.com/title/tt0069687/" target="_blank"><em>Alice in den Städten</em></a> reisen Rüdiger Vogler als Journalist Philip &#8220;Phil&#8221; Winter und die neunjährige Alice durch Deutschland. Als sich das Kind trotzig auf der Flughafentoilette einsperrt, zählt Vogler &#8211; auf der Suche nach dem Wohnort der Großmutter &#8211; eine ganze Reihe deutscher Städte auf. Am Ende landen sie in Wuppertal. Irgendwie klingt das alles nach einem Leben auf der Straße, wenn auch in anderer Form.</p>
<p>Ich habe in den vergangenen Wochen fiel über die Gespräche nachgedacht, die mich kreuz und quer durch die Republik geführt haben. Immer wieder stößt man auf Fragen, die dem Jobsuchenden durch Bewerbungsleitfäden à la Hesse &amp; Schrader eingehämmert werden; und dennoch ist der Ernstfall dann wieder ganz anders &#8211; überraschend vielleicht. Immer wieder gerne genommen ist die Zehnjahresfrage, auch in der Variante &#8220;welchen Titel wollen sie in zehn Jahren auf ihrer Visitenkarte stehen haben&#8221;, was war ihr größter Erfolg, welche Talente bringen sie in die Stelle ein, warum gerade sie (bitte!) und wo haben sie sich noch beworben? Viele Fragen, aber noch keine Antworten.</p>
<p>Vor allem die Zukunftsfrage hat es mir angetan, gerade weil mir vor einem Jahr noch überhaupt nicht bewusst war, dass ich zwölf Monate später in vier Städten gewohnt haben werde.</p>
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		<title>das projekt</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 19:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jari Wieschmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Oldenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Parkour]]></category>
		<category><![CDATA[Rocky]]></category>
		<category><![CDATA[Sylvester Stallone]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich nenne es nur noch das Projekt. Im vergangenen Jahr wurde ich durch einen schändlichen Bänderriss im rechten Sprunggelenk aus der Bahn geworfen, doch nach einem langen Winter, Zwangspause, neuem Job und Umzug in eine andere Stadt ist es nun soweit. In den vergangenen Monaten habe ich wieder den Spaß am Laufen entdeckt und mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/IMG_4330.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1009" title="IMG_4330" src="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/IMG_4330-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Ich nenne es nur noch das Projekt. Im vergangenen Jahr wurde ich durch einen schändlichen Bänderriss im rechten Sprunggelenk aus der Bahn geworfen, doch nach einem langen Winter, Zwangspause, neuem Job und Umzug in eine andere Stadt ist es nun soweit. In den vergangenen Monaten habe ich wieder den Spaß am Laufen entdeckt und mir die Haare abgeschnitten, wobei das eine mit dem anderen eigentlich nichts zu tun hat. Die Mähne ist halt ab, mal sehen, was in einem halben Jahr ist.</p>
<p>Dank einer bunt zusammengewürfelten Truppe, die sich<em> <a href="http://www.parkour-team.de/home.html" target="_blank">Parkour Team</a> </em>nennt und auch genau diese verrückten Sachen macht; nämlich über Hindernisse springen, um dabei die urbane Landschaft völlig neu zu entdecken, habe ich jetzt selbst wieder die Laufschuhe geschnürt. Mit fast 35 lasse ich von diesen Eskapaden allerdings die Finger, bin ja nicht lebensmüde. Allerdings steht an jedem Dienstag die Kondition auf dem Programm; und da kann ich nur sagen: <a href="http://www.imdb.com/title/tt0075148/" target="_blank"><em>Rocky</em></a> (Teil I) ist ein feuchter Dreck dagegen. Nach einer kleinen Aufwärm-Einheit von 3 Kilometern kraxeln die Kombatanten rückwärts die Treppe rauf (auf allen Vieren). Die Übung lege ich allen ans Herz, die im 26. Stock wohnen oder eine Wendeltreppe in der Wohnung haben; da kommt Freude auf und die Pfunde purzeln. Danach dann wahlweise Rücken- und Bauchmuskelübungen auf dem nackten und vor allem kalten Steinboden in Blickweite des Kanals. Ich werde es vermissen.</p>
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		<title>gas, granaten und geschosse</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 21:10:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jari Wieschmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[1. Weltkrieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu Beginn  des 1. Weltkrieges verloren die Briten rund 60.000 Soldaten an der Westfront. Der Grund: die Infanteristen hatten gegen das Maschinengewehrfeuer keine Chance und konnten sich zunächst nicht tief genug in den Boden eingraben. Und so stellte sich nach wenigen Monaten &#8211; nachdem sich die Armeen auf beiden Seiten der Front tief in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/Bild-536.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-994" title="Bild 536" src="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/Bild-536-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Zu Beginn  des 1. Weltkrieges verloren die Briten rund 60.000 Soldaten an der Westfront. Der Grund: die Infanteristen hatten gegen das Maschinengewehrfeuer keine Chance und konnten sich zunächst nicht tief genug in den Boden eingraben. Und so stellte sich nach wenigen Monaten &#8211; nachdem sich die Armeen auf beiden Seiten der Front tief in der matschigen Erde verschanzt hatten, der berüchtigte Stellungskrieg ein.</p>
<p>Zwischen der Kanalküste und der schweizerischen Grenze entstand das bis dahin wohl längste Grabensystem der Erde. Rund um die belgische<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Westfront_%28Erster_Weltkrieg%29" target="_blank"><em> Stadt Ypern</em></a> tobten im Verlauf des Krieges mehrere erbitterte Materialschlachten.  Für die Alliierten war der Standort (der so genannte Ypern Bogen) ein taktischer Albtraum; die deutsche Armee konnte aus einer erhöhten Stellung auf die Gegner schießen; zudem liefen die Gräben mit Wasser voll. Die Ingenieure hatten sich aus diesem Grund ein ausgeklügeltes System aus umgedrehten A-förmigen Trägern ausgedacht, auf die Laufplanken installiert wurden. Die Kämpfe beschränkten sich allerdings nicht nur auf die Gräben. Auch unter der Erde wurde um jeden Meter gerungen. Eine bisher &#8211; zumindest filmisch &#8211; weniger bekannte Episode des 1. Weltkriegs beleuchtet daher der Film <a href="http://www.imdb.com/title/tt1418646/" target="_blank"><em>Beneath Hill 60</em></a>.</p>
<p><a href="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/Bild-556.jpg"><img class="size-medium wp-image-996 alignright" title="Bild 556" src="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/Bild-556-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Im Dienste der Armee stehende Bergleute versuchten die Gräben der Gegenseite zu erreichen; und sobald ein Soldat durchbrach, setzte sich die Metzelei zumeist in völliger Dunkelheit fort. Die australische Produktion hatte in diesem Jahr auf der Berlinale Premiere. Ich habe mir den Film vorab schon mal angesehen. Obwohl heutztage anscheinend keine historische Adaption mehr ohne eine Liebesgeschichte und Rückblenden auskommt, und auch Beneath Hill 60 diesem dramaturgischen Schema folgt, werden die Schrecken des Krieges doch anschaulich in Szene gesetzt. Die australischen Bergleute graben 19 Stollen in Richtung der deutschen Stellungen. Am Ende pusten sie den Hügel 60 in die Luft &#8211; die Detonation ist noch im fernen London zu hören - und schlugen die (so will es zumindest der Abspann) erfolgreichste Schlacht des 1. Weltkriegs. Doch am Ende blieben die Erfolge gering und nach wenigen Monaten war der ursprüngliche Frontverlauf wieder hergestellt. Das sinnlose Töten auf beiden Seiten ging weiter; denn auch, wenn an der Westfront &#8220;nichts&#8221; passierte, starben Monat für Monat 30.000 Soldaten. Daher auch die überlieferte Lageeinschätzung des deutschen Oberkommandos: &#8220;Im Westen nichts Neues&#8221;.</p>
<p>Auch dies macht der Film sehr deutlich: Ein traumatisierter Soldat flüchtet sich wimmernd in einem Unterstand und durchlebt den Horror des Artilleriefeuers immer wieder aufs Neue. Im Englischen gibt es hierfür den anschaulichen Begriff &#8220;shellshock&#8221;. Als ein deutscher Soldat nach einem Tunneldurchbruch erschossen und der zweite erstochen wird, fliegt eine Granate in den Stollen. Die Kameraden finden später einen Schuh, in dem noch ein blutiger Knochenrest steckt. Der australische Mineur klopft auf die Sohle und sagt: &#8220;must be german&#8221;.</p>
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		<title>verschachelte träume</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 20:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jari Wieschmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eines gleich vorweg: Inception  von Kinovisionär Christopher Nolan ist ein toller Film und visuell nicht nur eine wahre Freude, sondern eine Wucht. Ich habe mich knapp drei Stunden prima unterhalten. Allerdings plündert der Regisseur auch kräftig im filmischen Fundus der letzten Jahre. Vieles kam mir einfach bekannt vor: Die Kampfszenen, wie eigentlich auch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/IMG_4324.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-986" title="IMG_4324" src="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/IMG_4324-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Eines gleich vorweg: <em><a href="http://www.imdb.com/title/tt1375666/" target="_blank">Inception</a><a href="http://www.imdb.com/title/tt0133093/" target="_blank"> </a></em> von Kinovisionär Christopher Nolan ist ein toller Film und visuell nicht nur eine wahre Freude, sondern eine Wucht. Ich habe mich knapp drei Stunden prima unterhalten. Allerdings plündert der Regisseur auch kräftig im filmischen Fundus der letzten Jahre. Vieles kam mir einfach bekannt vor: Die Kampfszenen, wie eigentlich auch die zugrundeliegende Storyline sind der <a href="http://www.imdb.com/title/tt0133093/" target="_blank"><em>Matrix</em></a> entliehen (auch in <a href="http://www.imdb.com/title/tt0120907/" target="_blank"><em>eXistenZ</em></a> wird ein ähnlicher plot erzählt), die zünftige Ballerei in der Schneefestung erinnert frappierend an <a href="http://www.imdb.com/title/tt0120804/" target="_blank"><em>Resident Evil</em></a> und die wohl entscheidenste Szene im ganzen Film ist einem Superklassiker der Filmgeschichte entliehen.</p>
<p>Als Fabrikantensohn Robert Fischer (Cilian Murphy) in seinem Traum an das Sterbebett seines Vaters tritt (das sich bezeichnender Weise in einem großen Panzerschrank befindet), findet er in einem kleineren Tresor nicht nur das Testament, sondern auch einen längst verschollenen Gegenstand seiner Vergangenheit. Symbolisierte im großen Vorbild von <a href="http://www.imdb.com/title/tt0033467/" target="_blank"><em>Orson Welles</em></a> ein Schlitten die verlorene Kindheit des (vermeindlichen) Helden, so tritt in Nolans Film ein Windrad an dessen Stelle. Im Moment der Erkenntnis wird dem Protagonisten bewusst, dass er sich vom Vater emanzipieren und auf eigenen Beinen stehen muss.</p>
<p>Ob das am Ende nun der eingepflanzte Gedanke sein soll oder nicht, bleibt meiner Meinung nach offen (wie so vieles andere auch in diesem fantastischen Werk). Ein weiterer echter Kunstgriff des Films ist der Gebrauch der Zeit. Üblicherweise lässt sich ein Film in &#8220;Erzählzeit&#8221; und &#8220;erzählte Zeit&#8221; aufteilen. Während der plot über einen Zeitraum von ca. 120 Minuten gestrickt wird, können im Film Monate oder aber Jahre überbrückt werden. In den verschachelten Traumebenen werden dann Minuten zu Stunden, Wochen zu Monaten und Monate zu Jahren. Und all das geschieht parallel über drei Traumebenen hinweg.</p>
<p>Es gibt zu der Geschichte an sich mehr als eine Theorie; zumal sich der Zuschauer ja auch aussuchen kann, ob der Kreisel am Ende fällt oder nicht. Doch zwei Ansätze finde ich zumindest einer Diskussion würdig. Ein Zugang könnte sein, dass Leonardo di Caprio alias Cobb sich überhaupt nicht in einer realen Welt befindet, sondern permanent auf einer Traumebene exisitiert. Dafür würde sprechen, dass er sich stetig auf der Flucht befindet und seiner Schülerin in einem imaginären Paris erklärt, dass die Traum-Projektionen aggressiv werden und die Traumgänger verfolgen können. Ein radikal davon abweichender Ansatz wäre die Überlegung, dass nicht er, sondern seine Frau durch den Sprung in den Tod in einem realen Leben aufwacht &#8211; out of the dark and into the light.</p>
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		<title>wessi(s) in weimar</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 20:51:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jari Wieschmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich meine es Ernst &#8211; jeder  japanische Tourist hat mehr von Weimar gesehen, als ich. Mein erster  Gang führte mich in die Mensa am Park; OK, Essen muss auch sein. Danach  noch ein schneller Espresso im Bauhaus Café; ein sehr gemütliches, aber  auch sehr kleines Lokal in der Stadt der Dichterfürsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/IMG_42303.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-981" title="IMG_4230" src="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/IMG_42303-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Ich meine es Ernst &#8211; jeder  japanische Tourist hat mehr von Weimar gesehen, als ich. Mein erster  Gang führte mich in die Mensa am Park; OK, Essen muss auch sein. Danach  noch ein schneller Espresso im Bauhaus Café; ein sehr gemütliches, aber  auch sehr kleines Lokal in der Stadt der Dichterfürsten (siehe rechts). Zur Mittagszeit  wechselten sich die studentischen Gruppen fast nahtlos ab und  schaufelten tassenweise Koffein auf die kleine Außenterrasse, die zudem  noch an einer dicht befahrenen Straße lag. Das Heißgetränk geleert und  das nächste Ziel im Blick.</p>
<p>Vor dem Nationaltheater steht <em>das </em>Weimarer  Fotobjekt. Wer Goethe und Schiller auf den Chip der Kamera gebannt hat,  kann die Stadt im Grunde verlassen &#8211; alles geknippst, alles gesehen. Wer  braucht da schon die Herzogin Amalia Bibliothek oder aber das Palais des  Kurfürsten &#8211; und wie heißt der überhaupt? Ich habe immerhin über  1000 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt, mich vorbereitet, Eschwege bei  Nacht gesehen und ein Gespräch geführt. Nach fünf Stunden war alles vorbei. Wer weiß, wofür es gut war?</p>
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		<title>es lebe das spielzeug &#8211; toy story 3</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 09:56:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jari Wieschmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der vorläufige Abschluss der Spielzeug-Trilogie ist ganz großes Kino. In einer geradezu elegischen Sequenz bilden Woddy und seine Freunde am Ende des Films eine Kette und stemmen sich gegen den lodernden Flammentod. Wie so oft behandelt Pixar auch in diesem Film ein ernstes Thema: es geht um das Verlassen-Sein in einer sich verändernden Welt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der vorläufige Abschluss der Spielze<a href="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/toystory.jpg"><img class="size-medium wp-image-941 alignright" title="toystory" src="http://www.jarispondenz.de/wp-content/uploads/toystory-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>ug-Trilogie ist ganz großes Kino. In einer geradezu elegischen Sequenz bilden Woddy und seine Freunde am Ende des Films eine Kette und stemmen sich gegen den lodernden Flammentod. Wie so oft behandelt Pixar auch in diesem Film ein ernstes Thema: es geht um das Verlassen-Sein in einer sich verändernden Welt und das unerschütterliche Band der Freundschaft. Andy wird 17 und geht aufs College.</p>
<p>Die in einer Holztruhe abgelegten Spielzeuge müssen weg &#8211; auf den Speicher oder in den Müll. Buzz Lightyear fordert seine Kameraden zu einem &#8220;geregelten Übergang&#8221; auf: Schaltet in den Batteriemodus, Freunde.</p>
<p>Die grünen Plastiksoldaten salutieren zum Abschied &#8211; sehen ihre Mission (Andy durch seine Kindheit begleitet zu haben) als erfüllt an &#8211; und lösen den Fallschirm. Nur Woddy freut sich zunächst über ein Leben auf dem Campus und eine weitere Zukunft mit seinem Besitzer. Doch als die übrigen Spielzeuge über eine beinahe Entsorgung auf dem Müll in der Kita landen und der vermeindlich idyllische Ort namens &#8220;Sunnyside&#8221; zu einen Alptraum erwächst, kehrt Woddy zurück.</p>
<p>Im Kindergarten hat Schurken-Bär Lotso &#8211; aus Verbitterung darüber, einst von Daisy verlassen worden zu sein &#8211; ein Knastregime installiert. Seine Schergen sind der naive Ken, ein Octopus, zwei kantige Roboter, ein Insekt und eine Babydoll, die mich in manchen Szenen an den<em> <a href="http://www.imdb.com/title/tt0084516/" target="_blank">Poltergeist</a></em> oder die Mörderpuppe <a href="http://www.imdb.com/title/tt0144120/" target="_blank"><em>Chucky</em></a> (deren unzählige Ausgeburten auf Video und DVD jeder im Filmlexikon nachlesen kann) erinnert; und als Buzz dem finsteren Treiben auf die Schliche kommt, wird er seiner Persönlichkeit beraubt und in den &#8220;Demo-Modus&#8221; zurückgesetzt.</p>
<p>Der weitere Verlauf der Handlung ist rasant erzählt und nimmt vor allem dann Fahrt auf, wenn Woddy &amp; Co in der Verbrennungsanlage landen. Schön anzusehen ist auch Lightyears Verwandlung in einen feurigen Spanier, wodurch es die &#8220;Gibsy Kings&#8221; &#8211; von denen ich dachte, dass es die gar nicht mehr gibt &#8211; auf den Soundtrack geschafft haben. Das fantastische Album &#8220;Este Mundo&#8221; habe ich sogar noch als Kassette (im Original). Überhaupt hat Filmkomponist Randy Newmann wieder einen feinen Score abgeliefert. In der Eingangssequenz flimmert in verwackelten und grobkörnigen Videobildern Andys Kindheit (und die seiner Spielgefährten) an den Zuschauern vorbei.</p>
<p>Die letzte Textzeile &#8220;Friendship will never die&#8221; schwingt noch in die darauffolgende Szene mit; und als am Ende des Films die Spielzeuge eine neues zu Hause finden, schließt sich der Kreis und Andy kehrt ein letztes Mal in die Vergangenheit zurück. Schluchz!</p>
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