ANNO 2205

ANNO 2205, der sechste Teil der Aufbau Echtzeitstrategiespiel-Reihe, spielt 135 Jahre nach dem letzten Teil und ist demnach in einer futuristischen Welt angesiedelt. Erstmals verlassen die Spieler die Erde und erkunden den Weltraum. Der Titel wird von Ubisoft Blue Byte entwickelt und erscheint am 3. November zunächst nur für den PC. Nach Angaben der Entwickler war der Vorgänger ANNO 2070 der bislang, an den Verkaufszahlen gemessen, erfolgreichste Teil der Serie; demnach geht es nun auf dieser Schiene weiter. Im Gegensatz zu den früheren Teilen, die in einem Mittelalter-Setting angesiedelt waren, versprüht der neueste Teil eher den Charme einer sauberen Welt in einer fernen Zukunft.

ANNO 2205: Missionen zum Mond

Die größte Neuerung: Die Spieler bauen wohlhabende Städte auf der Erde, um Missionen zum Mond ausführen und schnellstmöglich Produktionskolonien auf der Mondoberfläche erschließen zu können. Allerdings laufen alle diese Szenarien nicht linear, sondern parallel ab. Ist der Erdtrabant erst einmal erschlossen, baut der Spieler die Ressourcen des Mondes ab und sendet sie zurück zur Erde, wodurch sich wiederum Vorteile durch einen weiteren Technologie-Fortschritt ergeben. Ubisoft Blue Byte nennt dies den Session-Modus, der es Spielern gestattet, diverse Spielsitzungen auf der Erde und auf dem Mond gleichzeitig zu kontrollieren und mehrere Regionen durch verschiedene Sitzungen zu verbinden. Die neue ANNO 2205-Engine hat dazu geführt, dass sich das Spiel massiv vergrößert hat und der Spieler nun Städte auf fünfmal größeren Inseln erbauen kann. Der Mond wiederum setzt der Bau-Wut natürliche Grenzen, indem die Gestaltung der Umgebung nur innerhalb von kleinen Kratern möglich ist.

Anno2205_Screen_RiceFarmProduction_E3_150615_4pmPST_1434360461_kleinAuch ein schönes Feature: Wie auch im letzten Teil können Gebäude versetzt werden, was zwar wenig realistisch ist, aber die Bedienbarkeit enorm verbessert. Dennoch: trotz aller grafischen Details mit fliegenden Autos, mehr als einer Millionen agierenden Bürgern und geschäftigen Fabriken ist das Szenario erstaunlich glatt. Ob das Szenario die Langzeit-Motivation der Fans aufrecht erhalten wird, muss sich zeigen. Vielleicht geht es beim nächsten Mal ja wieder ins Mittelalter.

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