helden der grasnarberetweet
In diesem Tagen rückt er wieder in den Fokus der medialen Öffentlichkeit: der Rasen. Vier Wochen lang messen sich auf ihm die besten Mannschaften der Welt. Wer am Ende die Krone des Fußballs einheimsen wird, darüber können sich alle Bundestrainer – von denen wir ja in diesem Land ungefähr 82 Millionen haben - in den kommenden dreißig Tagen trefflich die Köpfe heiß reden, Tippspiele veranstalten oder aber mit der Bild-Zeitung die offizielle Verlautbarungspostille des traditionellen Ballsports lesen. Mir fällt an dieser Stelle ein schöner Spruch ein, dessen Urheber mir gerade entfallen ist: “Wenn wir schon nicht gewinnen können, treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt.”
Bei diesen Aussichten würden wahrscheinlich viele Menschen in Deutschland einen kapitalen Schreikampf bekommen; sagt doch die Qualität des eigenen Rasens viel über den sozialen Status aus; andererseits gilt: je höher die Hecke, desto besser. Ich musste in diesen Tagen auch wieder mit dem Rasenmäher ans Werk. Leider besitze ich keinen “Männer-Rasenmäher” à la Binford 5000 (HoHoHo), sondern lediglich die Elektrovariante (aber ein kleines bisschen röhrt er doch). Nichtsdestotrotz gibt es wohl nichts nervigeres, als ein meterlanges Elektrokabel zwischen Wäschespinnen und Apfelbäumen entlang zu bugsieren.
Für mich ist das Rasenmähen eine Qual, und bei den so genannten Rasenkanten oder dem Einsatz eines Rasenkantenschneiders (!) mache ich persönlich nicht mit. Ich hätte auch nichts dagegen, eine prächtig gedeihende Wildblumenwiese in meinem Garten zu kultivieren, oder noch besser: gar kein Rasen. Ich bleibe lieber auf meinem Balkon und lasse den Rasen Rasen sein.
Erstellt am Sonntag 6. Juni 2010 von Jari Wieschmann, Keine Kommentare »
Kategorie: Allgemein
Tags: Bild.de, Fußball, WM
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